Das Jahr 2023 neigt sich langsam dem Ende zu. Vieles wurde auch im abgelaufenen Jahr erreicht, einiges bleibt noch offen. Wenn wir zurückblicken, was in unserer Gemeinde Ilmtal-Weinstraße passiert ist bzw. was sich verändert hat, bleiben viele große und kleine Dinge zurück, die unsere Ortsteile lebenswerter und freundlicher gemacht haben.
Alle erinnern sich an das Großprojekt Freibad Oßmannstedt, welches seit Dezember 2021 unser Tun bestimmt hat und letztlich am 30.06.2023 mit der feierlichen Einweihung und Neueröffnung ein erfolgreiches Ende erfahren hat. Die Resonanz von knapp über 20.000 Besuchern gibt uns Recht darin, die Anlage auch weiterhin zu entwickeln und zu verbessern.
Gleichzeitig wurde in Goldbach im Rahmen der Dorfregion Weinstraße der halbe Ort neu gestaltet und in einen Zustand versetzt, der einlädt dort zu verweilen. Die Freifläche um die Ortskirche wurde aufgewertet und die Verbindungsachsen in den Ort grundhaft ausgebaut.
Gleiches gilt für Oberreißen, wo ein alter Wunsch Wirklichkeit wurde. Der barrierearme Zugang zum Friedhof wurde geschaffen und gleichzeitig auch eine neue Sitzgelegenheit für Besucher und Bewohner. In diesem Zusammenhang erfolgte die Erneuerung der Zuwegung um den Dorfteich. Dort werden noch eine Sitzgelegenheit und die neue Tischtennisplatte ergänzt.
In Leutenthal wurde die Angerbrücke saniert und erstrahlt in neuem Glanze und macht wieder eine Verbindung zur großen Frei- und Erholungsfläche des Ortes möglich.
In Mattstedt konnte der nächste Abschnitt der Friedhofsmauer fertiggestellt werden, so dass auch hier im Zentrum des Ortes das Ortsbild deutlich gewonnen hat.
In Niederroßla konnte das Straßenbauprojekt in der Franz-Liszt-Straße / Pestalozzistraße wieder der Öffentlichkeit übergeben werden.
In Rohrbach wurde mit dem ersten Teilschritt der neue Spielplatz an den Wohnblöcken angelegt und soll im nächsten Jahr fertigstellt werden. Gleichzeitig wurde im ersten von fünf Wohnblöcken die Umstellung der Heizungsanlage begonnen.
Kurz vor Jahresende konnten wir noch die Vergabe der baulichen Leistungen für den Notweg aus dem Saal im Dorfgemeinschaftshaus Nirmsdorf auslösen und die schlimmsten Löcher in der Straße am Spielplatz ausbessern.
In Liebstedt konnte zusammen mit dem Land Thüringen die Planung für den grundhaften Ausbau der Nebenanlagen zur Landesstraße angegangen werden, so dass hier mit großen Schritten der baulichen Umsetzung in den Jahren 2025/2026 entgegengesehen werden kann.
In Kromsdorf wurde endlich das Steinhaus einer Nutzung übergeben und die jahrelange Sanierung hat ein Ende gefunden. Gleichzeitig wurde der letzte Bauabschnitt für das Kulturhaus Kromsdorf in Angriff genommen, um so im größten Ortsteil der Landgemeinde auch ansprechende Bedingungen vorzufinden. Gleichzeitig wurde nach jahrelanger Vorabeit auch die Flurbereinigung Kromsdorf mit Leben erfüllt. Am Jahresende begannen die Arbeiten am Schöndorfer Weg, der perspektiv als ländlicher Weg gestaltet werden soll und dann die Bewirtschaftung der Flächen deutlich erleichtern wird.
In Pfiffelbach wurden Arbeiten für die neuen Nebenanlagen in der Weimarer Straße begonnen, ebenso die Umgestaltung der Wendeschleife zur Bushaltestelle am Dorfplatz. Im kommenden Jahr wird der Straßen- und Kanalbau sich bis zum Ortsausgang bewegen. In diesem Bereich wird das Erscheinungsbild und die Funktionalität deutlich verbessert. Der noch vorhandenen Garagenkomplex wird vollständig abgerissen und zurückgebaut. Gleichzeitig entstehen dort über 30 neue öffentliche Stellflächen. Der Zufahrtsbereich soll mit einer bepflanzten Verkehrsinsel gestaltet werden. Ebenso erweitert und erneuert wurde der Spielplatz an den Wohnblöcken und somit das Angebot verbessert.
In Willerstedt konnte am Festplatz Am Mahl ein Sanitärcontainer errichtet werden, um die zunehmende Zahl von Veranstaltungen auch in dieser Hinsicht abzusichern. Ein wichtiger Baustein für das dörfliche Leben. Gleichzeitig musste die örtliche Kita saniert werden. Dieser Prozess wird erst jetzt vor und zwischen dem Fest abgeschlossen werden, wenn Eltern und Mitarbeiter die Einrichtung aus der Außenstelle Niederreißen zurückräumen.
Im Bereich der Feuerwehr Ilmtal-Weinstraße konnten wir für die Ortsteilwehren in Wersdorf und Goldbach neue Fahrzeuge anschaffen und in den Dienst übergeben. Gleichzeitig wurden im Rahmen der gewährten Feuerwehrpauschale Anschaffungen für die gesamte Landgemeinde organisiert (Notstromersatzanlage, Pumpen, Katastrophenzelt, Feldbetten, Schlafsäcke).
Neben diesen (nur) beispielhaften Aufzeichnungen der Maßnahmen in den Orten, konnte auch übergreifend der Flächennutzungsplan für das gesamte Gebiet unserer Gemeinde einer Genehmigung zugeführt werden. Mit dieser rechtlichen Grundlage im Rücken ist die Gemeinde sind in die Lage versetzt, auch Entwicklungen im Bereich Wohnen und Leben voranzubringen. Gleichzeitig wird auf uns im Zuge der Energiewende die Notwendigkeit einer ersten Änderung dieses Planes zukommen, da wir unser Gebiet auf Chancen für die Bereitstellung von Flächen für erneuerbare Energien untersuchen müssen und wollen, um auch so einen wichtigen Baustein für die kommende Wärmeplanung in allen Ortsteilen aus eigener Kraft aktiv begleiten zu können.
Im Hinblick auf die Windkraft in der Ilmtal-Weinstraße haben wir im späten Frühjahr eine Umkehr von der jahrzehntelangen Ablehnung der Windkraft eingeleitet. Nicht etwa, weil wir das jetzt alles so toll finden oder diese Herangehensweise des Landes und des Bundes so schlüssig für uns ist. Nein, vielmehr die Einsicht in die Aussichtslosigkeit des Kampfes auf den rechtlichen Ebenen hat den Weg geebnet, um im Rahmen unserer Möglichkeiten zu versuchen, mit den Akteuren einen gemeinsamen Weg zu finden. Dort stehen wir am Anfang einer unbekannten Entwicklung. Dies auch angesichts der frischen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig auf Ablehnung der Beschwerde der Planungsregion Mittelthüringen gegen das Urteil des OVG Weimar von 2022. Damit wurde zunächst der Windkraft Tür und Tor im Außenbereich geöffnet.
Die ganze Entwicklung in unserer Gemeinde funktioniert auf Basis des gegenseitigen Respektes und des Verständnisses für die Belange des Anderen. Sie gründet auf einer gewachsenen und in weiterer Entwicklung befindlichen Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Teilen, ob nun der Gemeindeverwaltung, dem Bauhof, dem Gemeinderat, den Ortschaftsräten und den Ortschaftsbürgermeistern und der Feuerwehr. Dieses Zusammenwirken entscheidet über Erfolg und Mißerfolg im Kleinen wie im Großen. Deshalb lassen Sie uns weiter gemeinsam arbeiten für die positive Entwicklung der Gemeinde als auch in den Ortsteilen. Nicht vergessen möchte ich an dieser Stelle, die zahllosen ehrenamtlichen Aktiven in allen Vereinen unserer Orte, die für einen Zusammenhalt, gemeinsame Erlebnisse und das Zusammenleben ihre Freizeit opfern. Vielen Dank dafür.
Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr 2024. Bleiben Sie gesund.
Ihre Bürgermeisterin
Katrin Wörpel
Anmerkung: Am 31.12.2023 besteht die Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße dann schon 10 Jahre. Die Festveranstaltung ist für das Wochenende vom 15.03.2024 - 17.03.2024 geplant.